Di – Sa
11 – 18

29.04
03.06
2022

Michelle Grabner
Similitude

It is as if I could dip my hand down

into time and scoop up

blue and green lozenges of April heat

a year ago in another country.

  • Anne Carson

 

Michelle Grabner hat ihre Arbeit einer rigorosen, prozessualen Abstraktion verschrieben. Seit den frühen Neunzigern beschäftigt sie sich mit Mustern und Wiederholung und tritt dabei in die Fußstapfen historischer Wegbereiter*innen. Ihr Werk läßt sich jedoch nicht auf dieses Erbe reduzieren; es setzt sich über den bloßen Akt der Reproduktion hinweg und kippt dabei den Kult der Gleichförmigkeit. Ihre von Hand gefertigten künstlerischen Gesten beharren auf den subtilen Unterschieden zwischen Objekten, Bildern und anderen Dingen. Folglich gleicht die Betrachtung einer ihrer Werkreihen dem Eintauchen in ein Prisma aus verspiegelten Linsen; man prallt an den Reflexionen und Schatten ihrer Bilder ab, während diese sich allmählich wie von selbst aus den Angeln heben.

 

Michelle Grabner verfolgt eine instabile Similitude – die Eigenschaft der Ähnlichkeit – die auf die einzigartige Erfahrung von zwei Dingen verweist, die Ähnlichkeiten aufweisen. Es scheint wie ein immer gleicher Tagesablauf, in dem doch kein Tag dem anderen gleicht. Ihr Commitment für rasterartige Kompositionen stützt sich auf eine intensive Auseinandersetzung mit Verhaltensmustern und gesellschaftlichen Bedingungen, einschließlich feministischer Betrachtungen der Geschichte des Webens und Traditionen der Musterherstellung.

 

„Ich denke, dass sämtliche Formen politisch sind, sagt Michelle Grabner, „ich habe mich selbst samt dreißig Jahren Malerei dazu verpflichtet, triviale Muster neu zu artikulieren, um das Unbeachtete in ein kritisches Blickfeld zu rücken.“ In ihrem Atelier setzt die Künstlerin ihre jahrzehntelange Forschung in grundlegend entwaffnende, heitere und komplizierte Objekte um, die neben ihren Originalen parallele Konstellationen bilden.

 

Michelle Grabner (1962, Oshkosh, Wisconsin) wurde 2021 mit einem Guggenheim-Stipendium ausgezeichnet. Ihre Werke befinden sich in zahlreichen öffentlichen Sammlungen. Sie ist seit zwei Jahrzehnten Professorin am Art Institute of Chicago und unterrichtet Malerei und Kunstkritik. Similitude findet zeitgleich mit ihrer Einzelausstellung im Alice Austen Museum in Staten Island statt. Sie lebt und arbeitet in Milwaukee.

 

Zu ihren institutionellen Einzelausstellungen zählen das Museum of Contemporary Art, Cleveland; das Indianapolis Museum of Art; das INOVA der University of Wisconsin, Milwaukee; das Ulrich Museum, Wichita und die University Galleries der Illinois State University. Ihre Werke wurden außerdem in wichtigen Gruppenausstellungen im Museum of Contemporary Art, Chicago, im Akron Art Museum, im Museum of Contemporary Art, Detroit, im Walker Art Center, Minneapolis, in der Tate St Ives, und in der Kunsthalle Bern, gezeigt.

 

Similitude, Installation View, 2022

Similitude, Installation View, 2022

Similitude, Installation View, 2022

Similitude, Installation View, 2022

Similitude, Installation View, 2022

Michelle Grabner
Untitled, 2021/2022

Michelle Grabner
Untitled, 2021/2022

Michelle Grabner
Untitled, 2021/2022

Michelle Grabner
Untitled, 2021/2022

Michelle Grabner
Untitled, 2021/2022

Michelle Grabner
Untitled, 2021/2022

Michelle Grabner
Untitled, 2021/2022

Michelle Grabner
Untitled, 2021/2022

Michelle Grabner
Untitled, 2021/2022

Michelle Grabner
Untitled, 2021/2022

Michelle Grabner
Untitled, 2021/2022

Michelle Grabner
Untitled, 2021/2022

Michelle Grabner
Untitled, 2021/2022

Michelle Grabner
Untitled, 2021/2022

Michelle Grabner
Untitled, 2021/2022

Michelle Grabner
Untitled, 2021/2022

Michelle Grabner
Untitled, 2021/2022

Michelle Grabner
Untitled, 2021/2022

Michelle Grabner
Untitled, 2021/2022

Michelle Grabner
Untitled, 2021/2022

Michelle Grabner
Untitled, 2021

Michelle Grabner
Untitled, 2021

Michelle Grabner
Untitled, 2021

Michelle Grabner
Untitled, 2021

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