Di – Sa
11 – 18

29.04
12.06
2021

[erp]
Lisa Jo

Lisa Jo (geb. 1983 in Los Angeles) zeigt zwei neue Arbeiten. In ihrer Malerei verzichtet sie größtenteils auf figurative Darstellungen und trotzdem tauchen Körperteile auf – nicht Körper ohne Organe, aber Organe ohne Körper. Wie beim Prozess der Digitalisierung wird das, was ganz war, in disparate Informationsstücke zerlegt und aufgeteilt. 

Beide Arbeiten werden auf Metallständern präsentiert – eine ähnliche Konstruktion wie die Ständer in Philip Johnsons Glass House: ein durchsichtiges Haus, das sich nicht so sehr von einem Schaufenster unterscheidet. Das Häusliche und dessen innerer Raum verschwimmen und werden fetischisiert. Alles wird offen zur Schau gestellt und die Unterschiede lösen sich auf. 

In ihren flachen und körperhaften Formen setzt Jo einzelne Fragmente zu 2021-Chimären zusammen. Sie macht die Besessenheit der Moderne von Transparenz brutal persönlich und fragt unverblümt: Ist der Körper ein besseres Glashaus? Was sind heute die Grenzen – physisch, erotisch, digital – des Mensches? 

 

Lisa Jo lebt und arbeitet in Los Angeles und Berlin. Ihre Arbeit wurde gezeigt bei Braunsfelder, Köln (2020); Plymouth Rock, Zürich (2019); 45b, Paris (2018); Green Tea Gallery Worldwide, New York(2012); und The Suburban, Oak Park IL (2012). Jo war auch Teil mehrerer Gruppenausstellungen, unter anderem bei Lars Friedrich, Berlin (2020); Galerie Bernhard, Zürich (2019); XYZ, Tokyo, (2016); The Mistake Room, Los Angeles (2016); Mathew Gallery, Berlin (2014); Greene Naftali Gallery, New York (2013); Whitney Museum of American Art, New York (2012); Pro Choice, Wien (2012); Balice Hertling Gallery, Paris (2012); Swiss Institute, New York (2012); White Columns, New York (2011); Jack Hanley Gallery, New York (2010); 179 Canal Street, New York (2010); Gavin Brown Enterprises, New York (2008). 

Lisa Jo

"Domination by One"
2021
oil on linen
120 x 200 cm

Lisa Jo

"Stranger's Things"
2021
oil on linen
150 x 100 cm

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